Mathematisches Modell • Neutraler Systemvergleich • Stand 2026

Mieten oder Kaufen Rechner:
Der neutrale Vermögensvergleich

Immobilie als Sachwert oder Mietwohnung mit alternativer Geldanlage? Vergleichen Sie die finanzmathematische Vermögensbildung über Jahre hinweg – basierend auf Ihren eigenen Zins-, Miet- und Renditeannahmen.

Vor- und Nachteile 100% bankenneutral richtige Entscheidung treffen
1. Szenario: Immobilienkauf (Sachwert)
400.000 €
100.000 €1.500.000 €
60.000 €
0 € (Vollfinanzierung)500.000 €
%
%
%
2. Szenario: Miete & Alternative Geldanlage
€ / Monat
%
% p.a.
Frei wählbar: z. B. konservatives Festgeld/Tagesgeld (ca. 2–3 %) oder individuelle Sparformen.
3. Betrachtungszeitraum
Vergleichslogik des Modells: Beide Szenarien starten mit demselben Budget. Der Mieter legt das anfängliche Eigenkapital zur gewählten Verzinsung an. Ist die monatliche Belastung des Käufers (Darlehensrate + 1,5 % Instandhaltungsrücklage) höher als die Kaltmiete, spart der Mieter diese Differenz monatlich in seiner Geldanlage an.
Rechnerisches Nettovermögen nach 30 Jahren
Immobilienkauf vorn
Vermögensstand: Immobilienkauf
625.000 €
Objektwert: 625.000 € Restschuld: 0 €
Vermögensstand: Miete & Geldanlage
412.000 €
Verzinstes Startkapital + monatliche Ersparnis
Monatliche Gesamtkosten Kauf (Start): 1.850 €
(Rate + 1,5% Instandhaltungsrücklage)
Monatliche Kaltmiete (Start): 1.200 €
Mögliche monatliche Sparrate: + 650 €
Ergebnis / Break-Even: Kauf überholt Miete ab Jahr 14
Vermögensverlauf über die Jahre
Jahr 0
— Kaufvermögen — Geldanlage
30 Jahre
Haftungsausschluss & Neutralitätshinweis: Dieses Berechnungswerkzeug ist ein rein finanzmathematisches Modell zu Orientierungszwecken. Es stellt keine Anlageberatung, Vermittlung oder Finanzanalyse dar. Die tatsächliche künftige Wertentwicklung von Immobilien sowie die Erträge alternativer Spar- und Geldanlagen (z. B. Festgeld, Sparpläne oder Wertpapiere) sind naturgemäß ungewiss und hängen von unvorhersehbaren Markt-, Zins- und Inflationsentwicklungen ab. ServiceHypo AI spricht ausdrücklich keine Empfehlung für oder gegen eine bestimmte Vermögensentscheidung aus.
Berechnungsmethode: Gegenüberstellung von Sachwert- und Liquiditätsbildung Hintergründe des mathematischen Modells ↓
Entscheidungsgrundlage ohne Vorurteile: Die Frage „Mieten oder Kaufen?“ wird oft emotional geführt. Finanzmathematisch betrachtet handelt es sich um den Vergleich zweier unterschiedlicher Vermögensstrategien: Der Käufer tauscht Liquidität gegen ein Sachwertvermögen und nutzt Fremdkapital. Der Mieter behält seine finanzielle Beweglichkeit und baut Vermögen über Zins- und Zinseszinseffekte auf dem Geld- oder Kapitalmarkt auf. Beide Modelle haben handfeste Vor- und Nachteile.

Die mathematischen Stellschrauben des Vergleichs

Ob Mieten oder Kaufen nach 20 oder 30 Jahren das höhere Endvermögen hinterlässt, wird maßgeblich von folgenden Faktoren gesteuert:

1. Gebundenes Eigenkapital

Beim Kauf fließen Eigenmittel in Kaufpreis und unwiederbringliche Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler). Beim Mieten steht dieses Startkapital sofort zur Zinsanlage zur Verfügung.

2. Laufende Instandhaltung

Eigentümer müssen für Dach, Heizung und Fassade Rücklagen bilden (im Modell mit banküblichen 1,5 % p.a. des Gebäudewerts kalkuliert). Beim Mieter sind diese Kosten in der Miete enthalten.

3. Zinseszins vs. Mietsteigerung

Während der Darlehenszins über die Festschreibung konstant bleibt, steigen Mieten meist im Zuge der Inflation. Umgekehrt vermehrt sich das Spardepot des Mieters durch den Zinseszinseffekt.

4. Reale Wertentwicklung

Eine Immobilie gewinnt nur dann verlässlich an Wert, wenn Lage und Bausubstanz stimmen. Bleibt die Wertsteigerung hinter der Inflation zurück, gewinnt häufig die liquide Geldanlage.

Der Einfluss der frei gewählten Verzinsung

In unserem Rechner entscheiden allein Sie, welche jährliche Rendite Sie für die alternative Geldanlage ansetzen möchten:

  • Konservative Sparer (2,0 % bis 3,0 % p.a.): Wer sein Geld primär auf Tagesgeldkonten, Festgeldern oder Bundesanleihen parkt, erwirtschaftet stabile Zinsen ohne Kursschwankungen. In diesem Szenario behält der Immobilienkauf bei langfristiger Haltung meist die Nase vorn.
  • Chancenorientierte Sparer (4,0 % bis 6,0 % p.a. oder mehr): Wer sein Geld langfristig in breit gestreuten Anlageformen oder unternehmerischen Beteiligungen anlegt, erzielt oft Renditen, die das Immobilienvermögen nach 20 bis 30 Jahren deutlich übertreffen können – trägt dafür aber entsprechende Schwankungs- und Verlustrisiken.

Was passiert bei einer Vollfinanzierung (0 € Eigenkapital)?

Setzen Sie das Eigenkapital auf „0 €“, simulieren Sie eine Vollfinanzierung: Der Mieter startet ohne Sparguthaben, aber der Käufer muss das gesamte Vorhaben inklusive Nebenkosten fremdfinanzieren.

Aufgrund höherer Kreditzinsen (Risikoaufschläge der Bank) und der enormen Zinslast über Jahrzehnte schneidet die Vollfinanzierung beim reinen Vermögensaufbau häufig schlechter ab, als wenn dieselbe monatliche Mehrbelastung diszipliniert auf ein Sparkonto überwiesen wird.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Kaufen grundsätzlich finanziell besser als Mieten?

Nein. Ein Eigenheim bietet Unabhängigkeit von Vermietern und Mieterhöhungen, bindet aber Kapital und verursacht laufende Erhaltungsaufwände. Mieten bietet Flexibilität und erlaubt den kontinuierlichen Aufbau von verzinstem Barvermögen. Welche Variante mathematisch gewinnt, hängt von den tatsächlichen Zinsen, Mieten und Wertsteigerungen ab.

Was versteht man unter Opportunitätskosten beim Eigenheim?

Opportunitätskosten beziffern den finanziellen Ertrag, der Ihnen entgeht, weil Sie Ihr Geld in die Immobilie gesteckt haben, anstatt es gewinnbringend anderweitig anzulegen. Dieser Zinsverlust wird im Rechner als Gegenposition zum Hauswert abgebildet.

Wieso berücksichtigt der Rechner Instandhaltungskosten?

Ein Eigenheim verliert ohne kontinuierliche Modernisierungen (z. B. Heizung, Dach, Sanitär) über die Jahre an Wert. Banken und Verbraucherschützer kalkulieren daher mit 1,0 % bis 2,0 % des Gebäudewerts pro Jahr für Rücklagen, die das monatliche Wohnbudget des Käufers zusätzlich belasten.

Stellt dieses Berechnungsergebnis eine Anlageberatung dar?

Ausdrücklich nein. ServiceHypo AI stellt ein reines mathematisches Simulationsmodell zur Verfügung. Es werden weder bestimmte Anlageprodukte empfohlen noch Prognosen über die künftige Zins-, Aktien- oder Immobilienmarktentwicklung abgegeben.